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Eine Frage des Blickwinkels - Überlegungen zum Pronominalsystem im Sindarin

von Thorsten Renk

(Sammlung von Thorstens Essays und Kursen über Elbisch (englisch) mit dem Original dieses Aufsatzes: Parma Tyelpelassiva)

 Teil I - Pronomen im Nominativ 
 Teil II - Pronomen als Verbobjekte 
 Teil III. Besitzanzeigende Marker 
 Teil IV - Aufräumarbeiten 
 Teil V - Zusammenfassung 

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Dieser Artikel will zeigen, dass die wesentlichen Merkmale des Pronominalsystems in Sindarin (S) aus folgenden Zusammenhängen hergeleitet werden können:

a) aus der Form des Systems der Pronomen in Quenya (Q),
b) aus den Lautverschiebungen, die von Common Eldarin (CE) nach Quenya stattfinden und
c) aus den Lautverschiebungen von Common Eldarin nach Sindarin.

Dies kann ohne Bezugnahme auf die belegten Sindarin-Pronomen und deren belegten Gebrauch geschehen und ist daher relativ unabhängig von grammatikalischer Deutung (lediglich gängige Lautverschiebungsregeln finden Anwendung). Nur wenn es darum geht, rekonstruierte Formen mit ihren grammatikalischen Deutungen in Übereinstimmung zu bringen, müssen wir auf das Sindarin-Korpus zurückgreifen.


Teil I - Pronomen im Nominativ

1) Charakteristische Konsonanten und Basiselemente

Jede elbische Pronominalform ist durch einen bestimmten Konsonanten charakterisiert. Dieser Konsonant ist allerdings Lautverschiebungen unterworfen, deshalb beziehen wir uns, wenn wir über den charakteristischen Konsonanten eines Pronomens sprechen, auf denjenigen Konsonanten, der in der CE-Wurzel dieses Pronomens auftaucht.

Auf der Grundlage der kurzen pronominalen Verbendungen in Quenya, der Form der unabhängigen, unbetonten Pronomen und der "Etymologies" können wir die folgende Liste von charakteristischen Konsonanten in CE entwickeln:

1. Pers. Sg.: n (LR:378)
2. Pers. fam. oder Sg.: c (belegbar aus LR:61 und WJ:364, dass t in Quenya => c in CE)
2. Pers. formal. oder Pl.: l (z.B. WJ:364 zeigt, dass es l in Quenya ist)
3. Pers. Sg.: s (LR:385)
3. Pers. Sg.: t (LR:389)
1. Pers. Pl.: m (z.B. in "Namárië")


Anmerkungen:
 
a) Wir unterscheiden in diesem Stadium nicht zwischen der 2. Person im Singular und der im Plural: Es ist belegt, dass Tolkien seine Ansichten über die Pronomen der 2. Person immer wieder geändert hat.
 
b) In der 3. Person scheint die Pluralform nicht durch eine Veränderung des charakteristischen Konsonanten gebildet zu werden, sondern indem der CE-Pluralmarker i hinzugefügt wird. Dennoch verwendet Quenya vorzugsweise s als Verbendung im Singular und t im Plural. Dabei weicht es möglicherweise vom ursprünglichen CE-Gebrauch der Formen ab.


Ausgehend von diesen charakteristischen Konsonanten werden die kurzen pronominalen Verbanhänge in Quenya und die unbetonten Pronomen gebildet. Ihr Ursprung ist folgender: In CE werden die Pronomen dadurch gebildet, dass ein Vokal an den charakteristischen Konsonanten angehängt wird. Dieser Vokal ist i in der 1. Person und a für das t der 3. Person. Das s der 3. Person kann anscheinend zwischen männlich o, weiblich e und sächlich a unterscheiden. In den übrigen Fällen ist der Vokal das e. In CE sind diese unabhängigen Pronomen in den konjugierten Verbendungen gedoppelt und führen so zu den kurzen Pronominalformen in Quenya, was hier am Beispiel von linda- (singen) gezeigt wird:

CE: ni lindâ oder *lindâ-ni => Q: ni linda oder lindan (ich singe)
CE: *ke lindâ oder *lindâ-ke => Q: *ce linda oder lindat (du singst; Q hat kein -c an letzter Stelle)
CE: *le lindâ oder *lindâ-le => Q: le linda oder lindal (du singst)
CE: sa lindâ oder lindâ-sa => Q: sa linda oder lindas (es singt)
CE: ta lindâ oder *lindâ-ta => Q: ta linda (es singt, ?lindat wird in der 3Person Pl verwendet)
CE: *me lindâ oder *lindâ-me => Q: me linda oder *lindam (wir singen; eine kurze Verbendung -m ist in Q nicht bezeugt)


Diese Kurzformen, die nur den charakteristischen Konsonanten und einen Vokal einbeziehen, sind allerdings nicht die einzig relevanten Formen: In Quenya finden sich auch Häufungen (Cluster) von drei Buchstaben sowie der Gebrauch eben dieser Formen als betonte unabhängige Pronomen. Offenbar transportieren einige dieser Cluster mehr Information als die Kurzendungen. Wieder am Beispiel linda-):

Q: lindanyë (ich singe) inyë linda (selbst/sogar ich singe)
Q: *lindatyë (du singst) *etyë linda (selbst/sogar du singst)
Q: *lindaccë (du singst) *eccë linda (selbst/sogar du singst)
Q: lindalyë (du singst) elyë linda (selbst/sogar du singst)
Q: lindallë (du singst) *ellë linda (selbst/sogar du singst) (diese Form bezeichnet die 2Person Pl)
Q: *lindaryë (er singt) *eryë linda (selbst/sogar er singt) (ohne Genusunterscheidung gebraucht, abgeleitet von *-syë)
Q: lindaro (er singt) *ero linda (selbst/sogar er singt) (Gebrauch als Pronomen im Maskulinum)
Q: lindarë (sie singt) *erë linda (selbst/sogar sie singt) (Gebrauch als Pronomen im Femininum)
Q: lindalmë (wir singen) *elmë linda (selbst/sogar wir singen)
Q: lindammë (wir singen) emmë linda (selbst/sogar wir singen)
Q: lindalvë (wir singen) *elvë linda (selbst/sogar wir singen)
Q: lindantë (sie singen) *entë linda (selbst/sogar sie singen)



Anmerkungen:

a) Wir behandeln an dieser Stelle nicht die Deutung der verschiedenen Formen für 'wir' - Tolkien hat seine Absichten hier mehr als einmal geändert.
b) Die Formen -ro und -re dehnen möglicherweise einen vorangehenden Vokal.

Die Frage ist nun, ob diese die einzelnen charakteristischen Konsonanten betreffenden Ausprägungen ein Merkmal beschreiben, dass schon in CE präsent war, oder ob es sich dabei um ein Phänomen handelt, dass seinen Ursprung ausschließlich in Quenya hat. Wenn wir die Vermutung anstellen, dass sie in CE nicht präsent sind, können wir das versuchsweise überprüfen, indem wir die Beugung der Verben in Sindarin lediglich anhand der einfachen Formen nachvollziehen:

CE: *lindâ-me -> *linna-ve -> *linna-v -> S: **linnaf

Das ist jedoch nicht, was wir beobachten. Folgendes hingegen ist belegt:

CE: *lindâ-mme -> *linna-mme -> *linna-m -> S: linnam (doppeltes mm wird nicht mutiert)

Demnach sollten wir also die per Cluster ausgeprägte Variante der charakteristischen Konsonanten in die CE-Konjugation einbeziehen.

2) Lautliche Veränderungen der Basiselemente

Wenn wir also weitergehen wollen, müssen wir untersuchen, welche Form die entsprechenden Cluster, die wir in Quenya beobachten konnten, in CE und in Sindarin (vor Mutation und Wegfallen des Schlussvokals) annehmen würden:

Q: nye CE: nye S: ne (cf. CE: NYEL- (singen), Q: nyellë (Glocke) S: nell (Glocke))
Q: tye CE: cye S: ce (cf. CE: KYELEP- (Silber) Q: tyelpë (Silber) S: celeb (Silber))
Q: cce CE: cce S: che (cf. Q: rocco (Pferd) S: roch (Pferd))
Q: lye CE: lye S: le (cf. vielleicht Q: alya (reich) S: galu)
Q: lle CE: lle S: lle
Q: rye CE: sye S: se (cf. CE: PIS-, Q: pirya (Sirup))
Q: ro CE: so S: so
Q: re CE: se S: se
Q: mme CE: mme S: me
Q: nte CE: nte S: nte (cf. Q: anta- (geben) S: ant (Gabe))

3) Verbbeugung und Pronomen in Sindarin

Zunächst einige Beispiele, wie die Sindarin-Verbendungen aussehen sollten:

CE: *lindâ-nye -> *linna-ne -> *linna-n -> S: linnon (Die Lautverschiebung a->o in der 1. Person Sg. behandeln wir an dieser Stelle nicht)
CE: *lindâ-cye -> *linna-ge -> *linna-g -> S: *linnag
CE: *lindâ-lye -> *linna-le -> *linna-l -> S: *linnal
CE: *lindâ-cce -> *linna-che -> *linna-ch -> S: *linnach
CE: *lindâ-sye -> *linna-he -> *linna-h -> S: linna
CE: *lindâ-nte -> *linna-nte -> *linna-nt -> S: ?linnant


Ich möchte noch einmal betonen, dass es gute Argumente dafür gibt, dass *linnal und *linnag eher zu *linnog und ?linnol werden könnten, wohingegen die längere CE-Form lle dann das ausgeprägte *linnal hervorbringen würde. Das ist jedoch nicht das Hauptthema dieses Artikels. Darüber hinaus ist es unklar, ob die ausgeprägten Formen -nyë, -lyë, -syë, -cyë wirklich die in Sindarin beobachteten Endungen bewirken würden. Auf jeden Fall ändert sich das Ergebnis nicht, wenn man stattdessen eine CE-Verbbeugung mit den kurzen Varianten -ni, -le, -se, -ce annimmt.

Die bloße Anwendung relativ einfacher Lautverschiebungsregeln bildet jedenfalls die ganze Bandbreite beobachteter Sindarin-Verbendungen nach. Man sollte beachten, dass sich die Endung für die 3. Person Pl. mit einer anderen Form decken würde: mit der des Imperfekts. Es gibt also einen ziemlich logischen Grund, weshalb diese Form durch die Verwendung des Pluralmarkers -r ersetzt werden sollte, um die 3. Person Pl. zu bezeichnen.

Als nächstes zeigen wir, welche Formen entstehen, wenn man die Lautverschiebungsmechanismen auf die betonten und unbetonten Quenya-Pronomen anwendet:

Q: inye CE: *inye S: *in
Q: *etye CE: *ecye S: *eg
Q: *ecce CE: *ecce S: *ech
Q: elye CE: *elye S: l*el
Q: *elle CE: *elle S: *el
Q: *erye CE: *esye S: e
Q: *ero CE: *eso S: e
Q: *ere CE: *ese S: e
Q: emme CE: *emme S: *em
Q: *ente CE: *ente S: ?ent



Das ist dem, was tatsächlich beobachtet werden kann, bereits ähnlich - wir finden eine allgemeine Form für die 3. Person ohne Genusunterscheidung, e (wenn man bedenkt, dass ho in den "Etymologies" mit 'er' glossiert wird und he mit 'sie', ist es ziemlich überraschend, im "King's Letter" e für 'er' vorzufinden), und wir finden eine weitere Form, die fast wie im (ich) aussieht. Diese Form würde sich jedoch mit der des bestimmten Pluralartikels decken (der in Sindarin sehr häufig gebraucht wird), so dass dies ein Beweggrund wäre, diesen Konsonanten durch den charakteristischen Konsonanten der 1. Person Pl. zu ersetzen, wobei der Unterschied durch die merkwürdige Wahl des Vokals i in der 1. Person Sg. nach wie vor offenkundig wäre.

Q: ni CE: *ni S: *ni
Q: *ce CE: *ce S: *ce
Q: le CE: *le S: *le
Q: me CE: *me S: *me
Q: so CE: *so S: *so
Q: se CE: *se S: *se
Q: sa CE: *sa S: *sa
Q: ta CE: *ta S: *ta



Keine dieser Formen ist für Sindarin im Nominativ nachgewiesen, doch der Eintrag zum Stamm S- weist darauf hin, dass Tolkien sich zu der Zeit, als er die "Etymologies" verfasst hat, eine Lenierung bei den Nominativpronomen vorstellte. Das macht es möglich, *so, *se, *sa mit ho, he, ha zu identifizieren. Die übrigen unbetonten Pronomen scheinen eine stichhaltige Grundlage für die zuverlässiger belegte Bildung der Objekt-Pronomen zu bilden, die wir im zweiten Teil dieses Artikels behandeln werden.

Wenn man also phonetische Argumente anbringt, kann man Folgendes feststellen: Wir finden

a) die vollständige Reihe der Sindarin-Verbendungen,

b) etliche betonte Pronomen, die (teilweise) mit den belegten Formen in Übereinstimmung gebracht werden können,

c) etliche unbetonte Pronomen, die einen guten Ausgangspunkt für die Bildung direkter Objekte zu bilden scheinen.

Ich weise noch einmal darauf hin, dass indiziengestützte Vermutungen bezüglich grammatikalischer Deutung des Sindarin in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen: Die zugrundeliegenden Konzepte wenden Lautverschiebungsmechanismen an, die in einigen 100 Einträgen in den "Etymolgies" zugänglich sind, in denen sowohl Q- als auch S-Formen aufgeführt sind und die ebenfalls der Ursprung der den Sindarin-Schreibern bekannten Mutationstafeln sind.

4) Einige Bemerkungen

Bevor wir uns dem Gebrauch der Pronomen als Objekte von Verben zuwenden, wollen wir einige der etwas obskureren Phänomene untersuchen - die Bildung der 3. Person Pl. in Quenya und das Schicksal der allgemeinen Verbformen in Quenya bei der Entwicklung zum Sindarin:

Offensichtlich zeigt Quenya keine einheitliche Bildung der 3. Person Pl.: In Verbendungen kommen sowohl die kurze Form Q: -t als auch die längere Form -ntë vor - beide enthalten den charakteristischen Konsonanten t. Dieser Konsonant ist allerdings nicht ausschließlich mit dem Plural verknüpft, wie das belegte Pronomen ta (es) zeigt. Der lange Wortanhang -ntë kann als charakteristischer Konsonant mit dem zusätzlichen Pluralmarker n verstanden werden (nicht zu verwechseln mit dem charakteristischen Konsonanten n, der die 1. Person Sg. bezeichnet), der verdeutlicht, dass pluralischer Gebrauch beabsichtigt ist. Der kurze Wortanhang -t macht diese Unterscheidung hingegen nicht. Man kann jedoch die Auffassung vertreten, dass das belegte unabhängige Pronomen der 3. Person Plural te eigentlich von *tai abgeleitet ist, das wiederum einen weiteren (bekannten) Pluralmarker trägt: i. Ganz offensichtlich wird die 3. Person Pl. vorzugsweise durch t ausgedrückt und der Singular mit s - die Anwesenheit von Pluralmarkern allerdings könnte ein Hinweis dafür sein, dass es sich hierbei um eine Quenya-eigene Entwicklung handelt, die in CE nicht wirksam ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es, obwohl Quenya üblicherweise s mit der 3. Person Sg. und t mit der 3. Person Pl. verbindet, keinen Grund gibt anzunehmen, dass CE das Gleiche tut - das Vorhandensein von Pluralmarkern weist darauf hin, dass die 3. Person Pl. ursprünglich durch das Hinzufügen von Pluralmarkern zu den Formen der 3. Person Sg. ausgedrückt wurde.

Um den zweiten Punkt diskutieren zu können, müssen wir beachten, dass es in Quenya eine allgemeine Verbform gibt (im Folgenden GQ - General Quenya - genannt), die verwendet wird, wenn das Subjekt (entweder ein Nomen oder ein Pronomen) nicht Teil der Verbendung ist. Diese allgemeine Form kann nur zwischen Singular (GSQ) und Plural (GPQ) unterscheiden. Der Plural wird durch die Verwendung des Pluralmarkers r angezeigt (der häufig verwendet wird, um den Plural für Quenya-Nomen zu bilden). Im Folgenden bezeichnen wir die Formen für die 3. Person mit Q3S (Singular) und Q3P (Plural).

Wir finden also

lassë lanta (ein Blatt fällt) (QGS)
lassi lantar (Blätter fallen) (QGP)
ni lanta (ich falle) (QGS)
sa lanta (es fällt) (QGS)
lantas (es fällt) (Q3S)
emmë lantar (wir fallen) (QGP)
lantantë (sie fallen) (Q3P)


bei A-Verben und

elda carë (ein Elb macht) (QGS)
eldar carir (Elben machen) (QGP)
ni carë (ich mache) (QGS)
sa carë (es macht) (QGS)
caris (es macht) (Q3S)
emmë carir (wir machen) (QGP)
carintë (sie machen) (Q3P)


bei einfachen Verben. Prinzipiell ist es wohl einfacher, QGS mit Q3S zu verwechseln als mit irgendeiner anderen Pronominalform im Singular ("fällt" vs. "er/sie/es fällt"), weil Sätze, die zwar ein Verb enthalten, aber das Pronomen nicht durch die Konjugationsendung des Verbs ausdrücken, eher selten sind. In ähnlicher Weise ist der 'natürliche Partner', mit dem man QGP verwechseln könnte, Q3P ("fallen" vs. "sie fallen").

Folglich haben wir zwei unterschiedliche Quenya-Formen, an denen wir die Lautveränderungen durchführen können, um ihre möglichen Sindarin-Entsprechungen zu finden:

A-Verben:

Q3S lindas führt zu S3S linna
QGS linda führt zu SGS ?linn (oder vielleicht ?lind)
 
 
Q3P lindantë führt zu S3P ?linnant
QGP lindar führt zu SGP linnar

Einfache Verben:

Q3S caris führt zu S3S ?ceri
QGS carë führt zu SGS *car (das ist beinahe câr)
Q3P carintë führt zu S3P ?cerint
QGP carir führt zu SGP cerir

Tatsächlich findet man in Sindarin in beiden Fällen nur eine der zwei möglichen Formen, also sind möglicherweise S3S und SGS miteinander verschmolzen, eventuell auch SGP und S3P (damit ist gemeint, dass dannar vermutlich sowohl "fallen" als auch "sie fallen" ausdrückt). Was die drei oder vier verworfenen Formen betrifft, sind wir jedoch in der Lage, einen einleuchtenden Grund anzuführen, aus dem diese Formen tatsächlich nicht bevorzugt werden sollten:

SGS bei den A-Verben stimmt überein mit der Form von Nomen, die ausgehend von Verben gebildet werden, was im Fall der A-Verben häufig dadurch geschieht, dass das auslautende -a wegfällt (cf. das Muster maetha -> maeth (Kampf)).

S3P bei den A-Verben stimmt, wie bereits oben erwähnt, mit der Imperfekt-Form überein.

S3S bei einfachen Verben stimmt schließlich mit der in den "Etymolgies" belegten Infinitiv-Form überein.

Schlussbemerkung: Aufgrund der Beschaffenheit dieser allgemeinen Form ist es klar, warum wir kein CE-Pronomen **re erwarten. Ähnlich: Verbformen auf -r würden nur dann auftauchen, wenn ein Subjekt im entsprechenden Satz ausdrücklich erwähnt ist. Eine Partikel, die nichts weiter aussagen kann, als dass sie selbst Plural ist, ist jedoch nicht notwendig.

Teil II - Pronomen als Verbobjekte