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Die Quenya-Vokale sind a, e, i, o, u; lange Vokale werden
mit einem Akzent gekennzeichnet: á, é etc. Die Vokale sollten rein
sein, ausgesprochen mit ihrem "italienischen" Wert; langes á
und é sollten merklich geschlossener ausgesprochen werden als kurzes a,
e. Manche Vokale können eine Diärese erhalten (ë, ä etc.), aber
das hat keinen Einfluss auf ihre Aussprache und ist nur zur Klarstellung für
jene gedacht, die an die englische Schreibweise gewöhnt sind.
Die Diphthonge sind ai, au, eu, oi, ui und iu.
Der Konsonant c wird immer wie k ausgesprochen;
l sollte als "klares", dentales L ausgesprochen werden;
r sollte gerollt werden;
s ist immer stimmlos;
y wird nur als Konsonant vewendet (wie im englischen Wort you, deutsches
Beispiel Yoga);
Im Idealfall sollten die Konsonanten p, t, c wahrscheinlich
unbehaucht sein.
Palatale Konsonanten werden dargestellt durch die Digraphe mit -y (ty,
ny usw.).
Labiale Konsonanten werden normalerweise dargestellt als Digraphe mit -w
(z. B. nw, aber was klingt wie cw wird stattdessen qu
geschrieben).
H wird vor t [x] ausgesprochen (deutscher ach-Laut), außer
der Kombination geht der Vokal i oder e voraus. In diesem Fall
klingt h wie der deutsche ich-Laut. Ansonsten wird h wohl
ausgesprochen wie englisches und deutsches h;
die Digraphe hy und hw jedoch stehen für ich-Laut
beziehungsweise stimmloses w.
Die Kombinationen hl und hr stellten ursprünglich stimmloses l
und r dar, aber im Dritten Zeitalter wurden diese Laute schließlich
ausgesprochen wie normales l und r.
In mehrsilbigen Wörtern fällt die Betonung auf die vorletzte Silbe,
wenn sie lang ist (also entweder einen langen Vokal oder einen Diphthong
enthält oder einen Vokal, der von einer Konsonantenhäufung oder einem
Doppelkonsonanten gefolgt wird).
Wenn die vorletzte Silbe kurz ist, fällt die Betonung auf die drittletzte
Silbe, egal ob sie lang ist oder kurz.
Sofern es die kritischsten Feinheiten der Aussprache betrifft, kann ich unglücklicherweise keine Übungen machen; wir sind nicht in einem Klassenzimmer, wo es mir möglich wäre, ihre Aussprache zu kommentieren. Aber hinsichtlich der Betonung und der Aussprache von h ist es möglich, Übungen zu machen.
A. Alcar ("Ruhm")
B. Alcarë (die längere Variante des oberen Wortes)
C. Alcarinqua ("berühmt")
D. Calima ("hell")
E. Oronti ("Berge")
F. Únótimë ("zahllos, ungezählt")
G. Envinyatar ("Erneuerer")
H. Ulundë ("Flut")
I. Eäruilë ("Seetang")
J. Ercassë ("Stechpalme")
Zusätzliche Übung zur Betonung:
Während wir im Film viele Zeilen in Sindarin hören, ist eines der wenigen wirklich berühmten Beispiele von Quenya in Peter Jacksons The Fellowship of the Ring (Die Gefährten) die Szene, in der "Saruman" (Christopher Lee) auf der Spitze von Isengard stehend eine Anrufung liest, um eine Lawine auszulösen und damit die Gefährten aufzuhalten. Er sagt zu dem Berg, den sie zu überqueren versuchen:
Nai yarvaxëa rasselya taltuva notto-carinnar! = "Möge dein blutbeflecktes Horn über den Köpfen der Feinde zusammenbrechen!" (im Film nicht übersetzt). Der Schauspieler betont die Worte wie folgt:
Nai yarVAXëa RASSelya TALtuva notto-CARinnar. Sind diese Wörter so betont, wie es sein sollte, entsprechend Tolkiens Anleitungen? Wenn nicht, was ist richtig und was ist falsch?
A) ein "Hauch-h" wie das englische h in high oder das deutsche hier
B) wie ch in unserem deutschen Wort ich
C) wie ch im deutschen Wort ach (Darstellung in Lautschrift: [x])
Ergänzend haben wir Alternative
D) der Buchstabe h wird überhaupt nicht ausgesprochen, er zeigt nur an, dass der folgende Konsonant im archaischen Quenya stimmlos war.Teilen Sie die folgenden Wörter in diese vier Kategorien (A, B, C, D) ein!
K. Ohtar ("Krieger")
L. Hráve ("Fleisch")
M. Nahta ("ein Bissen")
N. Heru ("Herr, Gebieter, Lord")
Q. Hellë ("Himmel")
O. Nehtë ("Speerspitze")
P. Mahalma (""Thron")
R. Tihtala ("Blinzeln")
S. Hlóce ("Schlange")
T. Hísië ("Nebel")
Die Lösungen zu den Übungen finden Sie hier
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